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Rhein 2011

WRT-Nachfahrt im Kirchboot auf dem Rhein 2011


An dieser Fahrt vom 18. – 25.09. nahmen vom Mündener RV Dagmar und Hajo Heinemann teil. Insgesamt waren wir 17 Teilnehmer aus 7
Vereinen, überwiegend aus dem Berliner Raum. Wir beide reisten aus 2 verschiedenen Richtungen an und trafen uns am 19. in St. Goarshausen. Daggi hatte tags zuvor schon die Fahrt von Bingen unterhalb der Loreley bis zu diesem Ort mit gefahren, derweil Hajo noch auf dem Rückweg von der Donau-Fahrt in Serbien nach Deutschland war, so dass er erst am Morgen des nächsten Tages
dazu kam. Die Fahrt endete für beide nach 269 bzw. 242 km in Walsum.

Die Organisation hatte als Chef Theo Kozerski vom Rüdersdorfer Ruderverein Kalkberge bestens im Griff. Er verteilt allerdings schon weit im Vorfeld diverse Aufgaben an die anderen. Wir waren zuständig für ‚Besichtigungen’ und ‚Wanderung’. Für den Part ‚Entsorgung’, im Wesentlichen gemeint war das Einsammeln von Wasserflaschen, hatten er keinen geringeren als den Olympiasieger (1964) und Weltmeister (1962) – um die wichtigsten Meriten zu nennen - Bernhard Britting gewonnen. Bernhard sah man deswegen kaum ohne einen großen blauen, meist recht prall gefüllten, Plastiksack. Übernachtet wurden im Turner- und Jugendheim ‚Loreley’ und in den Jugendherbergen in Bonn und Düsseldorf. Der Standard dort wurde von allen anerkannt, auch hinsichtlich sämtlicher Essen. Der Landdienst mit Kleinbus und teilweise Hängertransport funktionierte reibungslos. Es wurden auch Öffentliche Verkehrsmittel (Zug und Straßenbahn) benutzt.

Das Wetter war durchweg freundlich bis sehr gut. Von Regen wurden wir nicht gebeutelt. Die Kulisse am Rhein ist einmalig, das durchaus auch dann, wenn man durch gewaltige Industrieanlagen fährt. Der Schiffsverkehr ist beeindruckend, insbesondere dann, wenn sich 2 Schiffe begegnen und ein drittes sich dazwischen noch durchzuquetschen scheint. Nicht nur bei derartigen Situationen waren wir alle froh, dass wir mit Peter Kienle, Telekom-Post SV Köln, einen Rhein erfahrenen Steuermann an Bord hatten, der auch fast die gesamte Strecke die ‚Pinne’ in der Hand hatte. Detailreich konnte er uns auch so manche Besonderheiten erklären; z.B. wissen wir nun alle, welches das Häuschen von Thomas Gottschalk ist. Bleibt noch zu erwähnen, dass der Fluss optisch einen hervorragenden, sauberen Eindruck macht. Und einige sprangen unter Verzicht auf alles auch hinein!

In Bonn hatten wir dann unseren ‚großen Auftritt’, denn es war Ruhetag angesagt. Nicht alle machten das Gleiche, aber alle berichteten abends von einem erlebnisreichen Tag. Das neu gestaltete ‚Haus der Geschichte’ war ebenso Anlaufpunkt wie die Erklimmung des ‚Drachenfels’, entweder mit der Zahnradbahn oder auf Schusters Rappen. In Gänze waren wir beide wohl die einzigen, die so ans Werk gingen. Der Weg, zunächst durch die Weinberge, dann durch wunderschönen Wald, vor allem aber der Blick von oben lohnt die Mühsal (die wir als solche aber gar nicht empfunden haben). - Erwähnt werden soll auch, dass in Koblenz einige ganz begeistert von der Bundesgartenschau berichteten, derweil andere nur die Stadt und das ‚Deutsche Eck’ besichtigten. – In Köln hatte Theo seine Verwandtschaft aktiviert, uns die Sehenswürdigkeiten zu zeigen. Eingeprägt hat sich bei mir die Aussage, ‚Kölsch ist die einzige Sprache, die man auch trinken kann!’. Wir beide bewältigten noch die 533 Stufen auf den Südturm des Kölner Domes: anstrengend, weil man auf der Wendeltreppe einen ‚Drehwurm’ bekommt (den man beim Abstieg ja aber wieder zurückdreht), aber oben wird man durch Einsichten (in die Strukturen der Kirche und der Baugerüste) und Aussichten (auf den Rhein) belohnt!

Die Abende wurden oft gemeinsam verbracht; die Stimmung war durchweg bestens (und wer nicht so begeistert war oder sich heraushielt, wurde von den anderen bedauert). Theo hat immer Liedertexte im Gepäck und freut sich, wenn sie angenommen und umgesetzt werden – Kanons liebt er ganz besonders. Es passierte auch, dass sich ein Gast beim Weggehen ‚outete’, dass er uns sehr gerne zugehört hat. Ein Kompliment der besonderen Art. Wer es nicht weiß mag denken, dass hier ein Gesangsverein unterwegs ist, der zur Entspannung auch mal rudert. – Das Säubern und Verladen des ‚Bergknappen’ auf seinen Hänger verlief ebenso reibungslos wie die gesamte Fahrt. Uns wurde zugesichert, dass wir wieder mitfahren können. Wir freuen uns schon jetzt darauf!

Hajo Heinemann

 

 

 

 

 

Hajo am Schlag mit einem seiner Idole aus der Schülerruderzeit.

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