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Venedig/Lago Maggiore

 

 

Vogalonga 2006

 

„Wer bremst verliert!“, oder wie man als Eines von 1414 Booten mit insgesamt 5190 Teilnehmern ( so die offizielle Statistik ) die Vogalonga von Venedig besteht.

Das Abenteuer beginnt um 6:30 Uhr, als wir das Hotel in Mestre verlassen, um zum Bootshaus der Canottieri Mestre zu fahren, wo wir am Vortag die vier Boote des Ludwigshafener Rudervereins ausgerüstet abgelegt haben. Das letzte Boot verläßt um 8:00 Uhr den Steg in Richtung Venedig, immer entlang des Dammes, der das Festland mit der Lagunenstadt verbindet. Es ist gar nicht so einfach, die eigene Flotte aus Franzosen ( Bretagne, Normandie & Paris ) und Deutschen ( Berlin, Ludwigshafen, Eltville und HMÜ ) im Auge zu behalten, weil immer mehr andere Boote hinzukommen. Zügig passieren wir  die noch verschlafen wirkenden Canal di Canareggio und Canal Grande, um zum Start im Bacino di San Marco zu gelangen. Die später wichtigen Steuermanöver werden nochmal geübt und Detlef kann als Steuermann dem Start relativ gelassen entgegenblicken. Durch hunderte von Booten - man sieht mit Blumen geschmückte Ruderboote, Kanus, Drachenboote und traditionell gekleidete Gondolieri mit ihren ebenfalls herausgeputzten Gondeln – mogeln wir uns in die vordere Startzone vor. Pünktlich um 9:00 Uhr beginnen die Glocken von San Marco zu läuten, gleichzeitig fällt der Startschuß durch die Kanone und die „Karawane“ setzt sich in Bewegung. Das Wasser scheint zu kochen und gerade im Startgetümmel ist der Steuermann gefragt. Als wir die Isola S. Elena umrudern, haben wir Fritz mit seiner Mannschaft noch im Blick, aber schon kurze Zeit später nicht mehr. Zu groß ist der Kampf gegen die Wellen und die drohenden Kollisionen mit anderen Booten.

Gleichmäßig vorwärtsrudernd gelangen wir bis zum kurzen Landgang bei Burano, wo auch der Wechsel des Steuermanns möglich ist. Detlef verläßt sich dabei auf mich und kann so ebenfalls als aktiver Ruderer an der Vogalonga teilnehmen – mir wird zu Beginn fast schwindelig, bin ich doch nur das Rudern auf unserer „beschaulich und friedlich“ dahinfließenden Fulda gewohnt. Ursel und Wilfried ziehen die ganze Strecke mit Vivien durch und beweisen „mündener Stärke“. Bei herrlichem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen, die wir bis dahin in diesem Jahr noch nicht hatten, rudern wir durch Murano, an St. Michele vorbei bis zum „Nadelöhr“, der Einfahrt in den Canal di Canareggio, wo der erwartete Stau ausbleibt. Dagegen werden wir von fröhlich winkenden, klatschenden und „hurra“-rufenden Zuschauern empfangen, die uns auch durch den Canal Grande bis zum Ziel begleiten werden. Eine Stimmung, die die Mannschaft für mehr als einen Moment innehalten und genießen läßt, was sie an diesem 04. Juni 2006 erleben durfte...  

 

Vogalonga= langes Rudern ( hier: 35km in und um Venedig )

Canottieri= Ruderer & Kanuten

 Theresa Beissel

Hier geht es weiter zum Bericht über das Rudern auf dem Lago Maggiore.

 

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