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Wakenitz 2003

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                             Wanderfahrt Trave / Wakenitz / Ratzeburger See / Küchensee /
                               Schaalsee / Elbe-Trave-Kanal vom 17. bis 21. Juli 2003

17.07.03.
Heute soll's losgehen. Alle sind pünktlich und frohgelaunt am Treffpunkt und nach zügiger Fahrt erreichen wir Bad Schwartau. Übernachtet wird im „Haus Magdalene", einer gemütlichen kleinen Pension mit vielen alten Uhren. Gefällt uns!
Den Abend verbringen wir auf dem „Pariner Berg" und haben einen herrlichen Blick auf Lübeck bei Sonnenuntergang. Einige erklimmen später noch den nahegelegenen Aussichtsturm und betrachten Lübeck bei Nacht.


18.07.03
Die Sonne lacht. Heraus aus den Federn! Frühstück und schnell geht's zum Bootshaus vom Schülerruderverein des Leibnitz-Gymnasiums, wo wir schon erwartet werden.
Auch Hajos alter Schul- und Ruderfreund Horst Widderich ist aus Hamburg eingetroffen, um mit uns zu rudern.
Mannschaft und Gepäck werden in die drei gemieteten Boote verstaut und die Fahrt kann beginnen.
Zuerst kommen wir durch den Lübecker Hafen, fahren unter einer alten Kippbrücke hindurch und können einen ersten Blick aus der Nähe auf Lübeck werfen.
Bald ist die erste Umtragestelle erreicht, alles klappt reibungslos und weiter geht's auf der Wakenitz.
Wir rudern vorbei an Parks mit prächtigen Villen („Guten Morgen, Herr Engholm!") und auch an alten renovierten Fischerhütten, die anheimelnd wirken und uns besonders gut gefallen.
Teppiche von weiß blühenden Seerosen erstrecken sich nun an beiden Ufern. Wir können uns nicht satt sehen, möchten bleiben; aber weiter geht's, wir haben noch eine gute Strecke vor uns. Mittags erreichen wir den Ratzeburger See und es zeigt sich: Er ist ein wenig kabbelig. Aber, rüber müssen wir und so fahr*n wir über'n See .... Die „Einser" sind anschließend klatschnass. Ist nicht schlimm, die Sonne scheint ja. Wir finden schnell den engen Durchlass zum Dom- und Küchensee; und dort ist es wirklich erholsam. Sonne, ruhiges Wasser, kein Wind; so lassen wir es uns gefallen.
Nach dem Anlegen bei der Farchauer Mühle gibt es eine kurze Rast, um Kräfte zu sammeln. Eckard freundet sich mit fünf Entendamen an, aber es gibt kein Verweilen, denn die Boote müssen nun wieder umgetragen wer­den. Und dieses Unterfangen hat es in sich. Jedes Boot einzeln auf einem abenteuerlichen Bootswagen 1,5 km weit über Stock und Stein bis zum Schaalseekanal. Was für eine Anstrengung!
Endlich sind alle Boote und alles Gepäck überführt und wir rudern den Kanal entlang bis zum Salemer See. Direkt vor unserer nächsten Unterkunft, dem Hotel „Seehof Salem" können wir anlegen. Wir sind schon ein eingespieltes Team und das Ausladen der Boote geht flott.
 selbst die zwei Jungköche vom Hotel wollen helfen. Und endlich, endlich die ersehnte Dusche und danach ist man ein neuer Mensch. Später sitzen wir auf der Hotel-Terrasse und lassen es uns bei Bergen von Bratkartoffeln gut gehen. Alle freuen sich schon auf den morgigen Tag, die Erkundung des Schaalsees.

19.07.03
Der Schaalsee ist ein großes Naturschutzgebiet, das man nicht so ohne weiteres befahren darf. Aber wir sind angemeldet. Hajo weiß auch, wie man die Barriere vor dem „Eingang" überwinden kann. Er klettert über Balken und Pfosten, löst Haken und Ketten und siehe da, die Boote gleiten elegant über das Hindernis hinweg. Gut gemacht Hajo! Schon kommt der Seevogt im Motorboot daher, Eintritt wird gezahlt und dann haben wir den ganzen See für uns allein, teilen ihn nur mit Scharen von Wasservögeln. Morgens im Sonnenschein über einen so herrlichen See rudern; was gibt es Schöneres!
Gegen Mittag wird es uns allerdings sehr warm und wir sind froh als wir bei Zarrentin zur Rast anlegen können und etwas Schatten finden. Hiltraud nimmt beim Anlegen schon mal unfreiwillig ein Bad. Macht nix, die Sonne trocknet alles wieder.
Anschließend geht es zurück nach Salem. Die Barriere wird wieder auf gekonnte Weise bewältigt und wir schaffen es, zur abgemachten Zeit am Salemer Strand anzulegen, wo ein netter Mensch vom Möllner Ruderclub auf uns wartet, um die Boote nach Mölln zu transportieren. Von dort soll es morgen weiter gehen.

20.07.03
Das Städtchen Mölln schläft noch, als wir hindurch fahren zum Ruder-Club. Aber wir sind putzmunter und haben in Rekordzeit die Boote aufgeriggert und im Wasser. Heute befahren wir den Elbe-Trave-Kanal und die Trave. Es ist schon gut warm und kein Schatten weit und breit. In den Schleusen ist es besonders stickig. Lieselotte geht es gut. Sie hat im Boot einen Schirm gefunden und sitzt nun gut behütet und fidel auf dem Steuersitz. Wir anderen schmoren in der Sonne. Hajo singt,
er will heute noch ins Maxim. Na ....!
Nach der dritten Schleuse ist Mittagsrast und danach geht's weiter Richtung Trave. So richtig erholt sind wir nicht und es wird uns bald noch eine kleine Pause gegönnt. Wir vertilgen riesige Portionen Eis und danach geht's wieder. Hajo meint, es ist nicht mehr so weit. Die Trave ist fast zugewachsen und wir müssen uns - zusätzlich von Stechmücken verschiedenster Art verfolgt - förmlich durchackern. Es ist so heiß und so anstrengend, wir können die schöne Natur gar nicht richtig genießen. Endlich (es hat doch etwas länger gedauert) erreichen wir ziemlich erschöpft unser Ziel. (Reinfeld)
Horst liegt bäuchlings im Gras. „Was ist los Horst?" - Er mag nicht mehr! Ist es weit bis zum Hotel? Ja, weit! Oh, oh .... Aber Hajo, die gute Seele hat vorgesorgt: Anruf, Taxi kommt, alle hinein und schnell sind wir im Gästehaus Freyer angekommen. Es ist doch recht spät geworden. Niemand hat Lust noch auszugehen und so sitzen wir im Freien zusammen, knabbern Nüsse, Schokolade und Kekse und plündern die Hausbar; es wird noch ein gemütlicher Abend. Heute war übrigens der heißeste Tag des Jahres!!

21.07.03
Ausgeruht und frisch nehmen wir heute morgen die Schönheit des Flusses erst so richtig wahr, bahnen uns unseren Rückweg durch üppig blühende Mummeln, Hechtkraut und Schwanenblumen. Welche Pracht. Bald ist Lübeck erreicht, wir sehen den Dom, die Kirchen, das Holstentor. (7 Türme hat die Stadt; wir sehen alle.) Dann die schönen alten restaurierten Häuserfronten, ein echter Hingucker.
Schnell machen wir noch einen Abstecher ins Hafenbecken zu den großen Pötten und kurz darauf sind wir wieder am Ausgangspunkt angelangt. Die Fahrt ist zu Ende. Schön war's!!

Rönne

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