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Zernsdorf 2003
Das verlängerte Wochenende um den Tag der „Deutschen Einheit“ nutzten 13 MRVer um das herrliche Ruderrevier um Zernsdorf zu errundern. Ausgangs- und Übernachtungspunkt war das Ruderhaus des befreundeten Rudervereins „Lok Zernsdorf“. Hier wurden wir von Detlef, dem „guten Geist“ des dortigen Rudervereins empfangen und in den folgenden Tagen auch betreut.
Der erste Rudertag, wie auch die nächsten Rudertage, begann nach folgendem Zeitplan: 7,8,9. Das bedeutete um 7 Uhr aufstehen, um 8 Uhr frühstücken und um 9 Uhr in die Ruderboote. Der Zeitplan musste auch eingehalten werden, da wir einige km rudern wollten.Bei Nebel mit Sichtweiten unter 50m wurde der Krüpelsee in Richtung Zufluss der Dahme gesucht und auch gefunden, da wir einige MRVer in den Booten hatten, die dieses Ruderrevier schon mehrfach besucht hatten. Über die Dahme ging es nun weiter durch den Dolgensee, den Langen See und den Wolziger See. Mittlerweile hatte die Sonne den Nebel vertrieben, aber der Wolziger See zeigte sich nicht unbedingt von seiner schönen Seite. Durch stetigen Westwind hatten sich Wellen aufgebaut, die das Rudern nicht gerade vereinfachten. Davor waren wir durch „Detlef“ schon gewarnt worden. Aber Ruderer sind harte Leute und so haben wir diesen See auch überquert und erreichten gegen Mittag den Ort Wolzig. Hier wurde nach altbewärter Art im Freien die mitgebrachten Köstlichkeiten verspeist. Nach diesem Mittagessen ging es die gleiche Strecke zurück, nicht ohne bei „Kuddel“, einem in dieser Region bekannten Wassersportler-Lokal am Anfang des Langen Sees, Rast zu machen. Wir hatten aber gerade unsere Biere angetrunken, da begann erst sehr wenig und dann sehr heftig zu regnen und hörte bis zur Ankunft in Zernsdorf nicht mehr auf.
Hier hatte „Detlef“ schon den großen Kachelofen und den Kamin geheizt, so dass wir unsere nassen Ruderklamotten wenigstens ein bisschen trocknen konnten.
Der nächste Tag, die Rudersachen waren gerade eben getrocknet und das Wetter unwesentlich besser als am Vortag, sollte uns über die Dahme abwärts in Richtung Berlin führen. Nach dem üblichen „Wooling“(fast jeder gibt irgend ein Kommando) an der Schleuse „Neue Mühle“ erreichten wir dahmeabwärts über der Grossen Zug, den Krossinsee, den Oder-Spree-Kannal,, den Seddinsee und den Gosener Kanal den Dämeritzsee. Auf der Suche nach einem Rastplatz für unseren traditionellen Mittags-Piqunik wurden wir von einem starken Regenschauer überrascht. Ein Ruderkamerad erinnerte sich an den Erkener-Ruderverein, bei dem wir bei einer anderen Ruderwanderfahrt schon einmal unsere Boote abgelegt hatten. Hier konnten wir im Ruderhaus unser Mittagsessen zu uns nehmen und uns ein bisschen aufwärmen.
Nach dem Mittagessen klarte das Wetter auf und die Sonne kam heraus. Nun stand für die Mannschaften und die Steuerleute eine neue Herausforderung an. , der „Gosener Graben“. Ein sehr schmales, naturbelassenes Flies, so dass man sich wie in einem Urwald versetzt fühlt. Hier flogen die diversen Kommandos wie „steuerbord überziehen“, „backbord lang“, „halbe Kraft“, „stoppen“ usw. in rasanter Folge der Mannschaft um die Ohren. Aber auch diese Klippe wurde von den MRVern gemeistert. Über den Seddinsee, auf dem gerade eine Segelregatta ein buntes Schauspiel lieferte, ging es über den Zeuthener See, dahmeaufwärts Richtung Zernsdorf natürlich wieder durch die Schleuse „Neue Mühle“ mit dem gleichen „Wooling“ wie morgens. Der Tag wurde bei einem köstlich Essen und mehreren noch köstlicheren Getränken im Gasthaus „Spiegel“ beendet.
Der nächste Tag, es war auch der Tag der Rückfahrt, sollte uns nochmals zu „Kuddel“ am Langen See führen, nicht ohne vorher einen Abstecher in den „Zernsdorfer Lankensee“ zu machen. Auch zu Beginn der Wanderfahrt an diesem Tag war die Sichtweite durch starken Nebel sehr stark beeinträchtigt. Bei „Kuddel“ war Hochbetrieb, doch wir fanden noch Platz um uns für die Rückfahrt zu stärken.
Nach der Rückkehr zum Zernsdorfer Ruderhaus wurden die Boote gesäubert und im Bootshaus gelagert, die eigenen Klamotten gepackt und die Rückfahrt nach Hann.Münden angetreten. Bei der Rückfahrt über die Autobahn hatten wir das Gefühl, dass die gesamte Republik im Auto unterwegs war. Nachdem wir uns durch mehrere Staus durchgekämpft hatten, erreichten wir die Heimat ermattet gegen 23:00 Uhr.
Die Stimmung in der Gruppe war sehr harmonisch. Unser Dank gilt unserer Ruderwanderwartin Ursel Ries, die diese Wanderfahrt geplant und organisiert hat.
Teilnehmer waren: Ursel Ries, Liselotte Lindemann, Ulrike Ottweiler, Rönne und Wulf Richter, Peter Weckop, Tim Schmidt, Adolf Lungershausen, Berd Urlaub, Klaus Seifert, Hajo Heinemann, Kurt Volmer und der Verfasser dieses Berichtes Peter Jess.
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